War die Ausbildung funktionell?

War die Ausbildung funktionell?

War die Ausbildung funktionell?

Im Poloclub Jaipur, Indien hatte ich die Gelegenheit, meine ersten Polospiel-Versuche zu unternehmen.

Wenn man sich nur auf den Ball konzentrieren kann und sich gar keine Gedanken machen muß, welche Hilfen man dem Pferd gibt, weil das Pferd auf jede Gewichtsverlagerung reagiert, stets unter das Gewicht des Reiters tritt und mitdenkt, ist das Reiten ein Genuß und man weiß, dass seine Ausbildung funktionell war.

„Nur der ist ein guter Reitersmann, der im Galopp sehen, hören und sprechen kann“. Ich weiß nicht, woher dieses Zitat stammt, aber es ist mir vor langer Zeit in Erinnerung geblieben. Hat man die Hilfengebung und das Sich-auf-dem-Pferd-Halten so selbstverständlich im Griff, dass man nebenbei eine (rasante) Aufgabe erledigen kann, war auch die Ausbildung des Reiters funktionell

(Fotografiert von Nicole Suter)

Fremde Pferde reiten

Fremde Pferde reiten

Fremde Pferde reiten

Immer wieder fasziniert mich das Gefühl, mich in einem fernen Land auf ein fremdes Pferd zu setzen und einfach loszureiten. Es ist, als würde man eine internationale Sprache sprechen, die auf der ganzen Welt verstanden wird.

Man erfährt viel über die Aufgaben, die das Pferd erledigt und über seine Mentalität.

Ich kann jedem empfehlen, solche Gelegenheiten wahrzunehmen und viele verschiedene Pferde zu reiten. Man schult nicht nur sein Gefühl sondern erweitert seinen Horizont und kommt auf neue Ideen, indem man das Gewohnte verlässt.

Auf dem Bild reite ich die Marwari Stute Soona in Indien, Rajasthan

(Fototainmentreise mit Christiane Slawik Indien 2016)

Blutegelpatient im Selbstversuch

Blutegelpatient im Selbstversuch

Blutegelpatient im Selbstversuch

Gestern vor einer Woche habe ich -nachdem mir ein Pferd auf den Fuß gesprungen ist- nach einer röntgenologischen Untersuchung auf Krücken das Krankenhaus verlassen. Heute laufe ich dank der Hilfe zweier Blutegel und ständiger Bewegung schon wieder (fast) lahmfrei

Wenn es etwas Positives an dem Geschehenen geben kann, dann vielleicht das, sich mal selbst als Patient gefühlt zu haben. Meine Erkenntnisse sind folgende:

1. Bereits nach wenigen Stunden Humpeln und Schonen hatte ich Muskelschmerzen von der Schonhaltung, die ich einnehmen musste um meinen verletzten Fuß zu entlasten. Diese sind -obwohl ich nun normal laufe- geblieben. Ich werde mich in den kommenden Tagen von meinem Chiropraktiker justieren lassen. Daher empfehle ich jedem, sein Pferd nach jeder Lahmheit und Verletzungspause zu einer chiropraktischen Behandlung vorzustellen.

2. In den letzten Tagen war ich sehr gestresst und ängstlich wenn ein Pferd oder auch ein Mensch neben mir stand oder ging. Ich war stets bemüht Abstand zu gewinnen, da ich Angst hatte, dass mir jemand auf meinen verletzten Fuß tritt. Bei meinen Patienten beobachte ich immer wieder, dass sie nach einer Behandlung gelassener werden und auch ein ruhigeres Auge bekommen. Sie werden wohl keine Angst haben, dass ihnen jemand auf den Fuß tritt, wohl aber, dass sie nicht rechtzeitig wegkommen, wenn der Ranghöhere droht oder ein Raubtier um die Ecke kommt. Es ist keine bewusste Entscheidung, es ist ein Reflex. Ich kann dies aktuell sehr gut nachvollziehen!

3. Obwohl mein Fuß beim Laufen schon die letzten 2-3 Tage nicht mehr weh tat, habe ich immer noch stark gelahmt. Durch die Tage Entlastung ist mein Fußmechanismus eingeschränkt gewesen und kommt erst langsam durch Fußgymnastik u.a. mit einem Igelball und bewusstes Abrollen wieder in Gang. Genauso wichtig ist es, unseren Pferden aus ihrer durch Blockaden verursachten Schonhaltung mit einem gezielten rehabilitierenden Gymnastizierungsprogramm zu helfen.

Blutegel sind faszinierende Wunderheiler

Blutegel sind faszinierende Wunderheiler

Blutegel sind faszinierende Wunderheiler

Diesmal war ich der Patient. Nachdem mir gestern ein 600 kg Pferd auf dem Fuß gelandet ist und wieder beschleunigt hat und ich daraufhin nicht mehr auftreten konnte vor Schmerzen und sich ein großer Bluterguß bildete, fuhr mich eine Freundin ins Krankenhaus zum Röntgen. Dort stellte man zum Glück fest, daß nichts gebrochen war. Ich bekam einen Voltarenverband, Krücken, ein Rezept für Schmerzmittel und die Empfehlung, meinen Fuß für die nächsten 5 Tage hochzulegen. Zuhause angekommen pochte der Fuß unter dem Verband. An Auftreten war nicht ansatzweise zu denken.

Ich beschloß, den Verband abzunehmen und zwei Blutegel anzusetzen, machte anschließend einen dicken Verband drum und ging Schlafen.

Heute morgen ist kaum etwas von einem Bluterguß zu sehen und ich kann gehen. Ohne Krücken. Mit Schuh an So konnte ich heute (humpelnd) sogar meine Pferde selbst versorgen.

Obwohl ich seit vielen Jahren mit Blutegeln arbeite ist für mich ihre Wirkung jedes Mal wie ein Wunder. Ich werde noch ein paar Schontage brauchen bis ich wieder lahmfrei laufen kann, doch mag ich mir gar nicht vorstellen, wie es mir jetzt ohne die Hilfe der Egel gehen würde.

Einblick in die Beschaffenheit des Hufhorns

Einblick in die Beschaffenheit des Hufhorns

Einblick in die Beschaffenheit des Hufhorns

Diese wunderschöne Aufnahme der Hufsohle direkt nach der Bearbeitung durch den Hufschmied läßt erkennen, wie die Strukturen des Hufhorns und dessen Wachstum angeordnet sind.

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