Patientenbericht Sugar&Spice

7-jährige Irish Sporthorse Stute Sugar&Spice

Sugi ist eine noch wachsende, sehr sensible, sehr intelligente und hochexplosive junge Stute, die, wenn sie kann, sehr bemüht ist alles zu machen wie es von ihr verlangt wird. Beim Longieren erklärte sie mir auf folgende Weise, dass etwas nicht stimmt: Auf der linken Hand war Traben auch schön fleißig vorwärts gut möglich in einer schönen Dehnungshaltung. Ebenfalls auf der linken Hand ist der Galopp nur über maximal eine Zirkelrunde möglich bevor sie dann ausfällt. Auch bei wiederholten Versuchen.

Auf der rechten Hand ist der Trab kaum möglich und schon gar nicht in einem fleißigen Tempo. Bei der Aufforderung fleißig vorwärts zu traben fällt Sugi sofort in den Galopp, der auf der rechten Hand über viele Runden möglich ist allerdings immer wieder begleitet von wilden Luftsprüngen, bei denen sie Kopf und Hals hebt und offensichtlich versucht ihre innere (rechte) Schulter aufwärts zu korrigieren.

Bei der chiropraktischen Untersuchung und Behandlung stellte ich einen blockierten 6. Halswirbel fest (Linksbiegung im Bereich 6. Halswirbel nicht möglich), beidseits ein blockiertes Kreuz-Darmbein-Gelenk, eingeschränkte Linksbiegung im Bereich hintere Brustwirbelsäule bis hin zum Kreuzbein.

Die aufgezählten Blockaden sind vermutlich bei wilden Spielen auf dem Paddock entstanden, bei denen sie öfters zu beobachten ist. Ansonsten wird Sugi regelmäßig chiropraktisch behandelt und weist bis auf durch Wachstumsschübe verursachte Schwierigkeiten der Balance keine Bewegungseinschränkungen auf.

Am Tag nach der chiropraktischen Behandlung konnte sie auf der linken Hand bereits 2 bis 3 Runden durchgaloppieren. Auf der rechten Hand konnte sie nach einigen „Fehlzündungen“ (Luftsprüngen) wieder ordentlich Traben und auch Galoppieren ohne Luftsprünge.

Am zweiten Tag nach der Behandlung konnte sie 3 bis 4 Runden auf der linken Hand galoppieren, auf der rechten Hand waren schon mehrere Runden in einer schönen Dehnungshaltung fleißig vorwärts im Trab möglich. Galopp war mit einer Ausnahme des fröhlichen Jungpferde-Bockens ungestört möglich. Erst bei Ermüdung wollte sie auf der rechten Hand wieder den Galopp dem Trab vorziehen.

Wir können nun wieder an unseren normalen Themen weiterarbeiten.